Adventsmarkt in Brügge 2016

Am 01. Advent hat die Theater Gruppe eine Lesung in der Kirche vorgespielt.

Aschenputtel würde von den Jugendlichen aufgeführt.

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 Die nächste große Aufführung folgt Ende Februar 2017.


„Im weißen Rößl“ oder was Josepha träumt

Aufführung der Theatergruppe der Kirchengemeinde St. Johannis Brügge

23.09.2016 und 24.09.2016 19.00 Uhr
25.09.2016 17.00 Uhr

weißes Rössl internetseite 2016Herzlich willkommen, meine sehr geehrten Damen und Herren,zur Brügger Version des „Weißen Rössl“.

Zunächst zur Geschichte des Stücks: „Im weißen Rößl“ ist ein Singspiel in drei Akten von Ralph Benatzky. Ort der Handlung ist das Hotel Weißes Rössl in St. Wolfgang im Salzkammergut in Österreich. Das Libretto stammt vom Komponisten zusammen mit Hans Müller-Einigen und Erik Charell. Die Liedtexte stammen von Robert Gilbert, musikalische Einlagen von Bruno Granichstaedten, Robert Gilbert und Robert Stolz. Als Vorlage diente ein gleichnamiges Alt-Berliner Lustspiel von Oskar Blumenthal und Gustav Kadelburg, das die beiden Autoren 1896 während eines Aufenthaltes in der Villa Blumenthal in der Nähe von Bad Ischl schrieben.
Das Singspiel Im weißen Rößl wurde am 8. November 1930 im Großen Schauspielhaus in Berlin in der Inszenierung von Erik Charell mit Max Hansen als Leopold und Camilla Spira als Josepha uraufgeführt.
Das Stück ist eine moderne Operettenrevue mit vielen bekannten Lieder, opulente Bühnen- und Kostümbild, spritzigen Balletteinlagen und einer Orchestrierung, die Volksliedhaftes mit jazzigen Elemente virtuos verbindet. Uns ist es vor allen Dingen bekannt, aus der Verfilmung mit Peter Alexander in der Rolle des Zahlkellners Leopold. Die Haltung des Ur-Rößl ist aber insgesamt satirischer als in dieser, das Stück auf Heimatseligkeit verharmlosenden Nachkriegsfassung. „Die Ur-Fassung ist eine temporeiche, tänzerisch kreiselnde und vergnüglich ins unvermeidliche Liebesglück taumelnde Bilanz des legendären Unterhaltungstheaters der Weimarer Republik.“

Wie aber macht man daraus eine Brügger Fassung?
Wie reduziert man die große Operette auf die Möglichkeiten, die uns hier zur Verfügung stehen? Und da verlasse ich mich gern auf die Dinge, die gut funktionieren: Das wunderbar spielfreudige Ensemble und die Kirche auch als sehr präsente und dennoch zurückhaltende Kulisse.

Und so entstand die Idee, das „Weiße Rössl“ in eine Seniorenresidenz zu verlegen. Die Bewohner und Angestellten dieser Seniorenresidenz verleben ihre Tage in nervtötender Monotonie. Wäre da nicht eine alte Dame, die früher einmal am Theater engagiert war und die fixe Idee hat, noch einmal die Wirtin Gabriela Josepha Vogelhuber vom „Weißen Rössl“ zu spielen. Und dieser Traum wird wahr. Immer wenn sie, oder jemand anderes, ihr altes Textbuch aufschlägt, verwandelt sich die Szenerie in die der alten Operette. Der Heimleiter wird zum Zahlkellner Leopold, die Küchenhilfe zu Ottilie, die Bewohner besetzen die Rollen von Dr. Siedler, Herrn Giesecke, Prof. Hinzelmann, der Kaiser u.a.
Im ersten Teil bis zur Pause mäandert die Handlung unseres Brügger „Weißen Rössls“ zwischen Banalität des Alltags der Seniorenresidenz und kühner Operettenfantasie, im zweiten Teil hat uns die Operette ganz und gar eingeholt. Und bevor wir alle wieder in der vielleicht etwas graueren Realtität landen, erleben wir ein Liebeskarussell vom aller Feinsten und hören solch wunderbare Lieder wie „Es muss was Wunderbares sein, von dir geliebt zu werden“, „Im Salzkammergut da kann man gut lustig sein“, „Was kann der Sigismund dafür, dass er so schön ist“ , um nur einige zu nennen.
Ist dies „Weiße Rössl“ wirklich nur der Traum von Frau Josepha? Findet alles ausschließlich in ihrer Fantasie statt oder lassen sich die Bewohner der Seniorenresidenz tatsächlich auf dieses Spiel ein? Die Frage wollten wir bewußt offen lassen. Allerdings, wenn man sich traut, eine Fantasiewelt zu betreten, dann ist doch alles möglich......oder?
Genießen Sie mit uns das „Brügger weiße Rössl“.

Viel Vergnügen wünscht Ihnen Birgit Bockmann und das Ensemble.

 

Figuren und Darsteller:

Josepha Wirtin/Altenheimbewohnerin                          Rita
Leopold Zahlkellner/Altenheimleiter                             Jürgen
Sylvia Vorsitzende des Jungfrauenvereins
/Bewegungstherapeutin                                                Sylvia
Wilhelm Gieseke Fabrikant/Altenheimbewohner          Heiner
Ottilie seine Tochter/Küchenhilfe                                  Susanne
Dr. Otto Siedler Anwalt/Altenheimbewohner                Paul
Prof. Hinzelmann Botaniker/Altenheimbewohner         Hans-Jürgen
Klärchen seine Tochter/ Medizinstudentin                    (tritt nicht auf)
Franz Joseph Kaiser/Altenheimbewohner                    Henry
Siggi Piccolo/Bufdi, Sigismund                                     Marvin
Kathi Briefträgerin/Köchin                                             Sybille

Heurigen Sänger, Besucher im Altenheim, Reisende: der Chor

Regie:                                                                           Birgit Bockmann
Musikalische Leitung:                                                   Lars Thomsen
Akkordeon:                                                                   Andreas Paul, Susanne Stejskal
Technische Durchführung:                                           Blackfire

Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten

Aufführungsrechte bei
Felix Bloch Erben GmbH & Co. KG, Berlin.

 


„Der zerbrochne Krug“

das wohl bekannteste deutschsprachige Lustspiel von Heinrich von Kleist, hat auch 200 Jahre nach Ersterscheinung nichts an Brisanz oder Komik eingebüßt.
„Wer die Lüge öffentlich zur Wahrheit machen will, muss wendig, kommunikativ und manipulativ sein.“ Und genau das ist Dorfrichter Adam, die Hauptfigur des Stücks. Ein Schlitzohr, wie es im Buche steht. Er schaltet und waltet in seinem kleinen Huisum, wie es ihm gefällt - immer mißtrauisch beäugt von seinem Schreiber Licht. Eines Tages jedoch hat es ein jähes Ende mit der Freiheit des Dorfrichter Adam. Der Gerichtsrat Walter kommt zu Besuch und will, wie er es an anderen kleinen Gerichten des Bezirks schon gemacht hat, die Kassen prüfen und dem Gerichtstag beiwohnen.
Dieser Besuch kommt Adam denkbar ungelegen. Nicht nur, dass er so oder so einiges zu verbergen hat, nein, an diesem Morgen wacht er mit schweren Kopfverletzungen auf und hat zusätzlich noch seine Perücke eingebüßt und eine Ersatzperücke ist nicht auffindbar. Trotz der schlechten Verfassung des Richters besteht der Gerichtsrat darauf, dass Gerichtstag gehalten wird. Zur Verhandlung kommt ein zerbrochener Krug, der Frau Marthe Rull in der Nacht vor dem Prozeß von einem Unbekannten, der sich Zutritt zum Zimmer ihrer Tochter Eve verschafft hat, zerschlagen wurde. Wie nun in einem spannenden Indizienprozeß der wahre Täter ermittelt wird, der Dorfrichter sich um Kopf um Kragen redet, immer bemüht mit gewieften Verschleierungstaktiken und unlauteren Verhörmethoden, mehr Dunkel als Licht in den Fall zu bringen, den einen bedroht, den nächsten umschmeichelt und sich dabei in einem Netz von Lügen verstrickt, das ist großartig. Nicht umsonst ist die Figur des Dorfrichters Adams eine der beliebtesten Figuren im deutschsprachigen Theater.
Die Jugendtheatergruppe der Brügger St. Johanniskirche zeigt „Der zerbroche Krug“ in einer ganz eigenen, gekürzten Fassung, die unbedingt sehenswert ist. Wir freuen uns, auf Ihren Besuch.

 


 

Viel Lärm um Nichts

„Hier, Leonato, nehmt zurück sie wieder,

Gebt Eurem Freunde nicht die faule Frucht“

Mit diesen Worten weist der junge Bräutigam vor dem Altar der Johanniskirche seine liebliche Braut an den erschütterten Vater zurück. Ist je eine geplante Trauung in dieser ehrwürdigen Kirche so spektakulär gescheitert? Aber zum Glück war es nur ein Spiel! Es handelte sich um eine Aufführung der Theatergruppe unserer Gemeinde, die am 11. und 12. Juli 2015 stattfand.  Unter der Regie von Birgit Bockmann und der Assistenz von Rita Britschin wurde die Komödie „Viel Lärm um Nichts“, frei nach Shakespeare gegeben. Dabei hatte sich die Regisseurin etwas ganz besonders ausgedacht: Eingebettet in eine Rahmenhandlung - vor etwa 100 Jahren beschließen zwei Schulklassen Shakespeares Stück aufzuführen - begleiten die Zuschauer das Spiel an unterschiedlichen Orten in und um die Kirche. Nach der Einführung vor dem Portal beginnt die Komödie in der Kirche, die jetzt einen Palast in Messina darstellt, danach werden die Zuschauer vor das Pastorat geführt und sind Zeugen eines rauschenden Maskenfestes; der Rasen hinter der Kirche, das kleine Haus, die Kapelle und natürlich der Altarraum in der Kirche sind weitere Spielstätten. Der Plan ging auf, das Wetter spielte mit und die Zuschauer konnten an beiden Tagen die Schauspieltruppe auf ihrer Wanderung von einer Szene zur anderen begleiten. Beindruckende Kostüme, aufwendige Masken und Requisiten und nicht zuletzt die große Spielfreude der generationenübergreifenden Theatertruppe bereitete den zahlreichen Zuschauern ein wunderschönes Theatererlebnis. Sie bedankten sich mit begeistertem Applaus. Ebenso glücklich über den Erfolg waren die Schauspieler, so dass darüber nachgedacht wird, ob es noch zwei Vorstellungen im September geben soll. Die Termine werden noch bekannt gegeben.

Eines ist auf jeden Fall sicher,  im Herbst geht es an die Arbeit für ein neues Stück. Wer noch Lust hat mitzumachen, ist jederzeit willkommen. Informationen im Kirchenbüro: 04322/4041.